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Von den Ankumer Höhen in die Anden

Bernd Buschermöhle im Einsatz für straffällige Jugendliche in Peru.

(von Von Alexandra Lüders)

 

In den Anden erwarten ihn eine extreme Landschaft mit exotischer Flora und Fauna sowie ein Projekt mit jugendlichen Straffälligen, das eine große Herausforderung für den Abiturienten bedeutet. Abenteuerlust und soziales Engagement zugleich sind die Triebfedern, die ihn am 3. November in Frankfurt in den Flieger nach Lima steigen lassen. „Ich wollte nach Südamerika und mich in sinnvollen Projekten engagieren. Schon nach einer halben Stunde Googeln im Internet und anschließenden Telefonaten war klar, dass ich nach Peru gehen würde“, beschreibt Buschermöhle seine Suche. In seiner Vorbereitungszeit für das soziale Projekt beim Verein Kompass lernte er nicht nur Spanisch, sondern auch Wissenwertes über das Land Peru. Er wird in Arequipa bei Projektmitarbeitern wohnen und in 2400 Meter Höhe in den Anden leben.

„Die Stadt ist von Vulkanen umgeben. Es ist ein Erdbebengebiet, in dem über 800 000 Menschen wohnen. In den Bergen sind Inkas zu Hause, die noch ihre ureigene Sprache sprechen. In anderthalb Stunden ist man am Pazifik und in sieben Stunden am Titikakasee“, weiß Buschermöhle zu berichten. Faszinierend findet er die Natur mit ihrer atemberaubenden Tierwelt, dem Meer und dem Gebirge. Vielleicht bekommt er ja neun Meter lange Anacondas zu sehen und riesige Kondore, berichtet er gespannt und mit Vorfreuden.

Und vielleicht darf er das Nationalgericht geröstetes Meerschweinchen probieren. „Das Land ist einfach bezaubernd und die Natur wahnsinnig vielfältig. Aber ich habe in meiner Vorbereitung auch von den Schattenseiten gehört und bin vor bestimmten Stadtvierteln gewarnt worden. Denn Peru ist das zweitgrößte Kokain-Anbauland der Welt, und Straftäter haben dort kaum eine Chance auf Resozialisierung. Deshalb möchte ich vor allem Jugendliche dabei unterstützen, durch Ausbildung und Arbeit wieder eine Lebensperspektive zu entwickeln“, verweist Bernd Buschermöhle auf sein Kompass-Projekt, in dem er bis zu 100 straffällige Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren betreuen wird. „Ich habe viele Geschichten über Kinder gehört, die drastisch bestraft wurden. Das hat mich motiviert, in der katholischen

Haftanstalt in Arequipa eine Werkstatt mit aufzubauen, wo die Kids wieder eine Zukunft haben werden. Ich möchte ihnen Englisch beibringen, in der Organisation mitarbeiten und für Absatzmärkte ihrer Produkte in Deutschland sorgen“, beschreibt er seine Aufgaben.

Die Jugendlichen absolvieren dort eine Lehre und erhalten zum Abschluss einen Gesellenbrief. Der Ankumer finanziert seinen Aufenthalt durch Erspartes, das er sich auf einem Schiff erarbeitet hat, durch einen privaten Unterstützerkreis und durch den Verein Kompass, der schon seit 2005 mit der peruanischen Haftanstalt kooperiert. Auf die Reise nimmt er seinen 23 Kilo schweren Koffer mit, in dem Sonnenbrille, Sonnencreme, Kamera und deutsche Literatur ein unbedingtes Muss sind. „Den Sombrero kaufe ich mir dann vor Ort. Da beginnt jetzt gerade der Frühling. Nach 20- stündigem Flug habe ich dem deutschen Winter den Rücken gekehrt“, freut sich Bernd Buschermöhle merklich auf das exotische Land.

Informationen im Internet: www.kompass-verein.de

Kompass eggs ist in Hünfeld/Hessen gegründet worden und betreibt eine Nebenstelle in Rostock. Seit 2005 kooperiert der Verein mit der katholischen Haft- und Erziehungsanstalt Alfonso Ugarte in Arequipa/Peru. Spenden zur Unterstützung des Freiwilligendienstes von Bernd Buschermöhle:

Ostseesparkasse / Konto-Nr. 2000 21265 / BLZ 130 500 00

Stichwort: Bernd in Peru.

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