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Rückblick: „So etwas vergisst man nie!“

Let´s sail together 2012: Der Teilnehmer der deutschen Jugendgruppe Moritz Deisenroth aus Hünfeld im Interview mit Magdalena Gasiorowicz!

 

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Nun ist schon einige Zeit nach dem Projekt: Let´s sail together 2012 vergangen… Was hast Du für Erinnerungen daran? Wie war es, auf dem Schiff zu arbeiten?

Moritz Deisenroth:

Ich habe eigentlich nur positive Eindrücke. Das war echt cool, mit den Leuten aus verschiedenen Nationen zu arbeiten. Wir hatten ein gutes Verstӓndnis für und miteinander: Man konnte die Einheit regelrecht fühlen, es war keine Individuelle Arbeit. Diese Arbeit war auch etwas neues für mich, sie hat viel Spaß gemacht. So etwas vergisst man nie!

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Wie hat der normale Tag auf dem Schiff ausgesehen?

Moritz Deisenroth:

Schlafen, essen, arbeiten…die Kommunikation miteinander… Das war schließlich auch ein wichtiger Teil der Schifffahrt…

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Kӧnntest Du Dir generell vorstellen, auf dem Schiff zu leben und zu arbeiten?

Moritz Deisenroth:

Wenn es um mich geht, generell kӧnnte ich es mir nicht vorstellen. Es gehӧrt eine Menge Mut und wahnsinnig viel Interesse dazu. Wenn man in der Mitte von Deutschland lebt und dort aufgewachsen ist, kann das Leben auf dem Schiff nicht so leicht sein, man hat keinen großen Bezug zu dem Meer…

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Hattest Du früher irgendwelche Vorurteile über die anderen Teilnehmer-Nationen?

Moritz Deisenroth:

Leichte Vorurteile waren schon vorhanden, aber von Anfang an waren diese weg. Das was ich dachte war zum Beispiel, dass Polen so viel Vodka trinken und die türkische Frauen Kopftücher tragen.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Haben sich diese Vorurteile bestӓtigt?

Moritz Deisenroth:

Nein, die Vorurteile die ich hatte, haben sich absolut gar nicht bestätigt.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Habt Ihr euch gut als die Gruppe verstanden?

Moritz Deisenroth:

Wir haben uns sehr gut verstanden, wir sind echt super miteinander ausgekommen. Jeder von uns war in einer eigenen Gruppe, aber trotzdem waren alle in den anderen Gruppen sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Generell finde ich, dass sie ganze Mannschaft perfekt harmoniert hat… Ja, wir haben uns echt gut verstanden.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Was hast Du dir vorgestellt bevor das Projekt begonnen hatte? Wie waren Deine Erwartungen?

Moritz Deisenroth:

Ganz ehrlich, hatte ich keine Erwartungen, ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Ich hatte Hoffnung, ich werde die Chance haben um bisschen zu steuern, navigieren, die neuen Leute kennenlernen… Genauso wie es war.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Was habt ihr in der Freizeit gemacht?

Moritz Deisenroth:

Wir haben z.B. Durak gespielt, miteinander unterhalten, Musik gehӧrt, sind zum Strand gegangen… Meiner Meinung nach war  genügend Freizeit verhanden. Andere Sache ist, dass ganz viele Leute einfach geschlafen haben und so Ihre Feizeit verpennt haben…

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Hat sich etwas in deinen Gedanken über Europa nach dieser Schifffahrt geӓndert?

Moritz Deisenroth:

Im Grunde hat es sich nichts geӓndert. Ich hatte zwar nicht so viele Gedanken über Europa, aber die, die ich hatte, haben sich nur bestӓtigt. Wir haben miteinander gesprochen, z.B. über die Hilfen für die europӓischen Lӓnder und sind zum Schluss gekommen, dass die EU einen Rettungsschirm für „schwache“ erstellen muss.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Wie hast Du über die Schifffahrt erfahren?

Moritz Deisenroth:

Über unsere lokale Zeitung. Meine Eltern haben es gesehen und haben mir die Anzeige gezeigt. Ich dachte: warum nicht? Es war ja etwas ganz anders, das habe ich noch nie gemacht.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Ist das nicht langweilig, die ganze Woche auf dem Schiff zu sein?

Moritz Deisenroth:

Es war nie langweilig! Unsere Tage waren gut geplant. Egal ob putzen, ob kochen, ob generell die Sicht auf dem Deck, es kam gar keine Mӧglichkeit auf Langweile zu spüren.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Glaubst Du, ist es leicht auf dem Schiff zu leben?

Moritz Deisenroth:

Ich glaube, dass dies eine Herausforderung ist: Und definitiv keine leichte Aufgabe. Jeden Tag dieser Job wäre echt nicht einfach. Ich habe Respekt für die Leute, die da permanent arbeiten. Aber auch für mich war es cool, ein Leben (auch nur für eine Woche) ohne die neuen Medien zu verleben. Ob ich das für lӓnger könnte… weiss ich nicht. Gute Frage, ob ich so mein Leben verbringen könnte.

ZUM INTERVIEW MIT WERONIKA JANKOWIAK (PL)…

Infobox:

Magda leistet bei NIG e.V. in Rostock einen europäischen Freiwilligendienst. Bei dem Segelprojekt war sie aktiv dabei und führte im Anschluss an das Projekt Interviews mit je einem Teilnehmer pro teilnehmender Nation.

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