27. August 2021

ESC-Bericht

Hallo zusammen!  Hier bin ich, Aytan, wieder. Es ist die […]

mehr erfahren

12. August 2021

Vorbereitungstreffen in Rostock

Vergangenes Wochenende luden wir einige junge Menschen aus ganz Deutschland […]

mehr erfahren

16. Februar 2021

FSJ – Version Light

Freiwilligendienst in Zeiten von Covid 19 – Meine bisherigen Erfahrungen […]

mehr erfahren

06. Dezember 2016

EVS: step by step!

In sechs Schritten zum europäischen Freiwilligendienst!   Schritt 1: Finde […]

mehr erfahren

Rückblick: „Ich bin Europäer“

Let´s sail together 2012: Marie aus Finnland im Interview mit Magdalena Gasiorowicz!

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Nun ist schon einige Zeit nach dem Projekt: Let´s sail together vergangen… Was hast Du für Erinnerungen daran? Wie war es, auf dem Schiff zu arbeiten?

Marie von Bell: Eigentlich habe ich fast nur gute Erinnerungen. Wir haben echt gelernt, wie man segelt und ehrlich gesagt finde ich, dass es nicht hart genug war. Ich muss auch sagen, dass die Nachtwachen meine Lieblingswache waren, die Ausblicke, die wir sehen konnten…  das war unglaublich!

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Wie hat der normale Tag auf dem Schiff ausgesehen?

Marie von Bell: Wir sind aufgestanden, haben das Frühstück gegessen und weiter hing es von der Wachgruppe ab. Manche mussten zum Beispiel das Deck putzen und danach hatten wir bisschen Freizeit. Normalerweise ginge ich einfach schlafen und dann bin direkt vor meiner Nachtwache aufgewacht.

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Könntest Du Dir generell vorstellen, auf dem Schiff leben und zu arbeiten?

Marie von Bell: Vielleicht durch ein paar Monate wäre es möglich, aber permanent ist es bestimmt nicht für mich. Ich könnte nicht das ganze Jahr auf dem Schiff verbringen, ich brauche auch etwas anderes machen.

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Hattest Du früher irgendwelche Vorurteile über anderen Nationen?

Marie von Bell: Ja, ich hatte ein paar Vorurteile, wie z.B. über die Deutschen, dass sie so viel Bier trinken und die Polen, dass sie echt „Party-people” sind. Ich glaube aber, dass das keine negativen Vorurteile sind.

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Haben sich diese Vorurteile bestätigt?

Marie von Bell: Teilweise… Aber ich finde es nicht schlecht, z.B. diese “polnische Party”. Natürlich will ich auch nicht verallgemeinern, denn alle Leute sind unterschiedlich und auf dem Schiff waren auch die ruhiger Polen.

Magdalena Gąsiorowicz(NIG): Habt Ihr euch gut als die Gruppe verstanden?

Marie von Bell: Ich glaube wir haben uns ganz gut miteinander verstanden. Wir waren auch in kleinere Gruppen am Schiff geteilt, sodass wir die Chance hatten, die Leute aus unserer Gruppe besser kennen zu lernen. Aber es war auch immer möglich, mit allen anderen zu sprechen.

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Was hast Du dir vorgestellt bevor das Projekt begonnen hatte? Wie waren Deine Erwartungen?

Marie von Bell: Ich hatte wirklich keine Erwartungen. Eigentlich wusste ich gar nicht, wie es sein wird. Ich dachte nicht, dass wir so viel über Segeln lernen werden, z.B. wie heißen die Segel und wie soll man richtig die Seile ziehen.

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Was habt ihr in der Freizeit gemacht?

Marie von Bell: Ich habe mit den Leuten gesprochen, Bücher gelesen, geschlafen… Meiner Meinung nach hatten wir genug Freizeit auf dem Schiff, aber es wäre schön, wenn wir mehr Zeit in den Häfen verbracht hätten.

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Hat sich etwas in deinen Gedanken über Europa nach dieser Schifffahrt geändert?

Marie von Bell: Ich fühle mich wie ein Europäer und meine Gedanken haben sich überhaupt nicht geändert, aber das Gespräch über Europa war für mich echt interessant, einfach zu wissen, dass meine Freunde sich nicht so sehr wie Europäer fühlen…

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Wie hast Du über die Schifffahrt erfahren?

Marie von Bell: Ich war früher in einer Organisation in Berlin und die haben mir davon erzählt. Und weil ich Segeln so gerne mag, dachte ich – ok, ich mache mit!

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Ist das nicht langweilig, die ganze Woche auf dem Schiff zu sein?

Marie von Bell: Nein, durchaus nicht. Wenn du den ganzen Monat auf dem Schiff bist, kann es bisschen langweilig werden, eine Woche ist aber definitiv nicht zu lang.

Magdalena Gąsiorowicz (NIG): Glaubst Du, ist es leicht auf dem Schiff zu leben?

Marie von Bell: Ich finde, es ist nicht leicht. Du lebst immer mit den gleichen Leuten und es ist echt ziemlich ärgerlich. Wenn es um Technik geht, eine Woche ohne Internet finde ich gut, aber ich habe keine Ahnung, ob ich so leben könnte….

ZUM INTERVIEW MIT MORITZ DEISENROTH (DE)…

ZUM INTERVIEW MIT WERONIKA JANKOWIAK (PL)…

Infobox:

Magda leistet bei NIG e.V. in Rostock einen europäischen Freiwilligendienst. Bei dem Segelprojekt war sie aktiv dabei und führte im Anschluss an das Projekt Interviews mit je einem Teilnehmer pro teilnehmender Nation.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.