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Rückblick: „Die Arbeit hat uns verbunden, trotz des Multilateralismus.“

Let´s sail together: Die Leiterin der polnischen Jugendgruppe im Interview mit Magdalena Gasiorowicz

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Nun ist schon einige Zeit nach dem Projekt: Let´s sail together vergangen… Was hast Du für Erinneringen daran? Wie war es, auf dem Schiff zu arbeiten?

Weronika Jankowiak:

Es war interessant, aber auch anstrengend. Körperliche Arbeit, immer zu unterschiedlichen Zeiten des Tages, die Wachen von 2 bis 5 Uhr morgens… Man konnte ganz viel lernen und die Einheit mit der Natur fühlen. Außerdem war das Verantwortungsbewusstsein allgegenwärtig, am meisten vielleicht während einem Sturm. Da sind die Becher aus dem Schrank gefallen.. Die Arbeit hat uns verbunden, trotz des Multilateralismus.

Magdalena Gasiorowic (NIG):

Wie hat der normale Tag auf dem Schiff ausgesehen?

Weronika Jankowiak:

Alles hing von der Wachte ab. Eigentlich kӧnnte man sagen, dass die Mahlzeiten, die immer um gleichen Uhrzeiten waren, den Rhythmus abgesteckt haben, aber die Wache spielte noch eine grӧßere Rolle. Die, die bis Morgen gearbeitet haben, schliefen wӓhrend des Frühstücks und standen erst für das Mittagessen auf. Generell in ein paar Worten gefasst kann man es so beschreiben: Mahlzeit-Schlafen-Arbeit-Treffen mit den Leuten und der Natur.

 

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Kӧnntest Du Dir generell vorstellen, auf dem Schiff leben und zu arbeiten?

Weronika Jankowiak:

Ich kann mir z.B. die kurzen Ausflüge mit den Schülern auf dem Schiff vorstellen, weil ich eine Lehrerin bin, aber ich habe keine Ahnung, ob ich mich auf die lӓngere Seereise entscheiden kӧnnte. Es kann nur in Frage kommen, wenn ich gleichzeitig meine Lehrpassion realisieren kӧnnte.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Hattest Du früher irgendwelche Vorurteile über anderen Nationen?

Weronika Jankowiak:

Nicht unbeingt. Dies ist aufgrund der Tatsache, dass ich z.B. viele Türken schon früher getroffen habe und wusste, wie sie sind. Aber ich war ein wenig schlecht informiert, wenn es um Estland und Finnland geht. Ich hatte kaum Vorurteile, außer, dass die Finnen bisschen zurückhaltend sind. In der polnischen Gruppe gab es am meisten Vorurteile gegenüber den Türken.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Haben sich diese Vorurteile bestӓtigt?

Weronika Jankowiak:

Nein, die Finnen erwiesen sich als energische und freundliche Leute. Ganz anders, als ich erwartete.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Habt Ihr euch gut als die Gruppe verstanden?

Weronika Jankowiak:

Ja, wir haben uns gut verstanden. Die Gruppe war nach Alter und Nationen gemischt, aber trotzdem haben wir uns echt perfekt integriert. Man musste niemanden um eine Verӓnderung auf der Wache bitten, wenn man stundenlang im Wind stehen musste. Es gab keine Person, die den anderen Befehle gab. Wir kamen einfach gut aus.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Was hast Du dir vorgestellt bevor das Projekt begonnen hatte? Wie waren Deine Erwartungen?

Weronika Jankowiak:

Vor  allem wollte ich gerne neue Leuten kennen lernen, ihre Brӓuche und Traditionen und mich selbst ausprobieren. Außerdem wollte ich sehen, wie das Leben, Navigation, und der Alltag auf dem Schiff aussieht …

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Was habt ihr in der Freizeit gemacht?

Weronika Jankowiak:

Eigentlich hatten wir nich so viel Freizeit, aber normalerweise haben wir geschlafen, gesprochen oder spielten verschiedene Spiele oder wir bereiteten die Gerichte unserer Länder für den interkulturellen Abend vor. Einer der Abende haben wir  in Calais verbracht. Es war ein seltsames Gefühl, die Füße auf dem Boden nach ein paar Tagen auf dem Wasser wieder zu stellen…

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Hat sich etwas in deinen Gedanken über Europa nach dieser Schifffahrt geӓndert?

Weronika Jankowiak:

Ich habe verstanden, dass Man solche Projekte braucht und dies nicht nur für Jugendliche, sondern auch für die ӓlteren Leute. Wir sind miteinander ganz anders und in einem Projekt wie dieses kann man das europäische Gefühl und den Gedanken spüren und vermitteln. Zum Beispiel die Vorurteile abbauen… Die Polen und die Türken, die – wie es scheint – , die am meisten kulturell voneinander entfernten Nationalitäten an Bord waren, waren die zwei Gruppen, die am besten integriert waren. Es machte mir klar, dass diese Projekte echt die Stereotypen fӓllen.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Wie hast Du über die Schifffahrt erfahren?

Weronika Jankowiak:

Ich habe schon früher mit Kompass eggs e.V.Projekte gemacht. Daher hatte ich alle Informationen.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Ist das nicht langweilig, die ganze Woche auf dem Schiff zu sein?

Weronika Jankowiak:

Gar nicht. Es ist echt interesant, eigentlich passierte jeden Tag was anderes.  Die Nähe des Meeres als ein Element, ein tolles Erlebnis… Und ehrlich gesagt, man weiss nie, was passieren wird… Gerne mӧchte ich hier lӓnger als eine Woche bleiben.

Magdalena Gasiorowicz (NIG):

Glaubst Du, ist es leicht auf dem Schiff zu leben ?

Weronika Jankowiak:

Ich glaube, dass wenn jemand das echt liebt, ist es ganz leicht auf dem Schiff zu leben. Nach einer Weile wird es sicher schwer sein ein Leben an Land zu führen. Das Schiff legt  uns den Rhythmus der Natur auf. Du lebst im Einklang mit den Elementen, hast den bestimmten Tagerhythmus… In Bezug auf die Kommunikation und neue Technologien ist es doch hart, aber auch nicht alle Menschen vermissen diese Medien

ZUM INTERVIEW MIT MORITZ DEISENROTH (DE)…

Infobox:

Magda leistet bei NIG e.V. in Rostock einen europäischen Freiwilligendienst. Bei dem Segelprojekt war sie aktiv dabei und führte im Anschluss an das Projekt Interviews mit je einem Teilnehmer pro teilnehmender Nation.

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