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Mein Europäischer Freiwilligendienst in Frankreich Ein Zwischenbericht aus dem Land des Käses, der Küsse und Kreisverkehre

Salut!
Ich heiße Anneke und absolviere seit etwa einem halben Jahr meinen Europäischen Freiwilligendienst in Le Mans, im Norden Frankreichs.
Ich arbeite in einer nicht staatlichen Schule, die sich Mfr nennt (Maison familiale rurale = sehr direkt übersetze: Ländliches, familiäres Haus bzw. Zuhause).
Die ca. 60 Schüler sind dort teilweise als Internatsschüler untergebracht und sind die Wochen wechselweise in Praktika und im Mfr, das System unterscheidet sich also von dem typischen Schulsystem, welches wir in öffentlichen Schulen in Deutschland haben.
Meine Arbeit bzw. Aufgabe ist sehr vielfältig, ich kreiere viele Projekte für die Schüler, begleite sie auf Ausflüge, besuche sie mit meinen Kollegen in den Praktika und präsentiere den Europäischen Freiwilligendienst in anderen Schulen und den Medien.
Ich darf ein fantastisches und junges Kollegium mein Eigen nennen, habe viele Freiheiten in dem was ich machen möchte und fühle mich in meinem Mfr rundum pudelwohl.
Hauptsächlich mache ich Projekte zu den Themen der Europäischen Union, Weltoffenheit und sehr viel zum Umwelt – und Klimaschutz und bin sehr glücklich, dass ich so meine persönlichen Werte und Interessen ausleben kann.
Darüber hinaus wohne ich in einem Haus zusammen mit fünf anderen Freiwilligen, die aus allen möglichen Ecken Europas kommen.
Wir unternehmen viel zusammen, helfen uns gegenseitig und lernen von unseren jeweiligen Kulturen und Gewohnheiten. Vielleicht sind auch ein paar sehr umgangssprachliche Wörter in unseren jeweiligen Muttersprachen dabei.
Für all dies Dinge bin ich sehr dankbar, denn ich weiß, dass nicht jeder Freiwillige mit solchen Gegebenheiten seinen Freiwilligendienst verbringt.
In unserer Freizeit sind wir oft mit internationalen Studenten und unseren französischen Freunden im Zentrum von Le Mans unterwegs, kochen zusammen oder verbringen die Abende in Pubs oder Restaurants.
Auch während der beiden obligatorischen Seminaren, die man während der Zeit absolvieren muss,  trifft man sehr viele andere Freiwillige aus den verschiedensten Ländern, mit denen wir auch jetzt noch Kontakt haben und Trips unternehmen. 
Dadurch öffnen sich gleichzeitig viele Möglichkeiten, andere französische Städte zu besuchen und bei anderen Freiwilligen zu übernachten sowie gleichzeitig Ortskundige bei sich zu haben.
Die französischen Essgewohnheiten entsprechen absolut dem Klischee des Hochgenusses für den Gaumen, allerdings muss ich sagen, dass es sich dabei nicht unbedingt um die gesündeste Küche der Welt handelt, da sehr viel Zucker, Weißbrot, Fleisch und auch Fett in den Speisen ist.
Was das Geld angeht, bin ich absolut unabhängig. Die finanziellen Leistungen sind sehr gut und ermöglichen mir freien Transport innerhalb Le Mans, Sprachkurse, ausreichen Taschen- sowie Essensgeld etc.
Das bedeutet, dass ein solches Projekt in der Regel auch sehr spontan möglich ist, weil eine Arbeitsphase zum Geld verdienen vorher nicht zwingend notwendig ist. 
Im Ausland zu leben, bedeutet sich plötzlich inmitten einer völlig anderen Kultur, Sprache und Gepflogenheiten wiederzufinden.
Zu Anfang: Alle Wege führen nach Rom. Stimmt nicht. Alle Wege führen nach Paris. Aufgrund der Zentralisierung Frankreichs nach Paris, führt so gut wie jede Reise über einen der Pariser Bahnhöfe.
Als Endziel ist die Hauptstadt Frankreichs allerdings sehr zu empfehlen und definitiv einen Besuch wert.
Die Franzosen begrüßen sich mit ,,La bise“ den traditionellen Begrüßungsküsschen, was am Anfang doch ungewohnt war und ich habe festgestellt, dass offene Haare, Ohrringe, Bärte und Brillen dabei ernstzunehmende Gegner sein können.
Mit Französisch läuft es ausgezeichnet, jedoch gibt es ein Wort, dass meinen absoluten Endgegner in Sachen Aussprache darstellt: Muffin.
Mit der englischen Aussprache braucht man es gar nicht versuchen und in der Bäckerei brauche ich jedes Mal drei Anläufe, um mich verständlich zu machen.
C´est la vie….

Zwei Tipps, die ich aus meiner Erfahrung sagen kann: Ein Projekt in einer Schule ist, was die Ferienzeiten angeht, sehr angenehm. Wir haben wir sehr viel mehr freie Wochen, als Andere. Diese Zeit nutze ich zum Reisen, erholen und entdecken.
Außerdem ist der Einzug in eine WG sehr empfehlenswert, wenn es darum geht Leute um sich zu haben und noch tiefere Freundschaften aufzubauen. Sie lenken vom Heimweh ab, es ist kostengünstiger und man hat in der Regel immer Leute, die etwas mit einem unternehmen.

Die Zeit, die ich bisher hier verbringen durfte war unbeschreiblich schön und ich bin sicher, dass mir noch sehr viele weitere Erlebnisse und tolle Menschen begegnen werden.
Ich kann meinem Selbst beim reifen und lernen zusehen, weil es ein täglicher und wachsender Prozess ist.
Ein Moment, den ich nie vergessen werde, war ein Roadtrip in die Normandie mit 13 Menschen aus allen möglichen europäischen Ländern. Wir haben das Mahnmal des zweiten Weltkriegs an den Stränden besucht und standen zwischen all den weißen Kreuzen.
Daraufhin haben wir uns alle gemeinsam umarmt und es unsere Dankbarkeit dafür ausgesprochen, das all diese Menschen gestorben sind und wir nun alle gemeinsam als Freunde neben ihren Gräbern standen.

Auch deshalb, möchte ich Euch Leser zu dieser Zeit raten.
Am Ende werdet ihr Freunde aus verschiedenen Ländern haben, ihr werdet über sie lernen und eure eigene Kultur mitbringen.
Wir haben dieses Geschenk der offenen Grenzen und der Vielfalt und ich für mich, hab hier die Zeit meines Lebens in dem ich sie kennenlerne.

Wenn ihr mehr über meinen EFD wissen möchtet, dann schaut mal bei meinem Blog vorbei:

annekes-gedankenpfade.blogspot.com

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