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Kompass / NIG: Kochbuch, Kultur und Kontakte

(hünfeld) Selbstständig um die Welt reisen, andere Kulturen erleben, junge Leute treffen und ein wenig arbeiten – all das erwartet die Teilnehmer des Workcamps, das im Moment in Hünfeld stattfindet. In die Haunestadt geholt hat das Camp – und somit die Jugendlichen aus aller Welt – Karsten Fennel, Sohn des Bürgermeisters: „Ich finde es wunderbar, wie man durch solche Aktionen Vorurteile abbaut. Mir ist aufgefallen, dass sich mittlerweile fast die ganze Welt öffnet – das war zu Zeiten meiner Großeltern noch nicht denkbar.“

Veranstalter ist der Hünfelder Verein Kompass in Kooperation mit dem Verein Norddeutsche Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst (NIG), der Jugendliche weltweit bei verschiedenen Projekten zusammenbringt.

In den kommenden drei Wochen werden die 18- bis 23-jährigen Teilnehmer aus Japan, Korea, Armenien, Frankreich, Polen, Tschechien, Italien und Deutschland in Hünfeld nicht nur Urlaub machen. Denn wie der Name sagt, wird im Workcamp auch gearbeitet. Die jungen Frauen und Männer wirken am Aufbau des geplanten Waldkindergartens mit. „Wir schicken Ihnen Fotos, wenn die Kinder im September eingezogen sind“, versprach Bürgermeister Eberhard Fennel (CDU), der die Jugendlichen gestern im Rathaus in Empfang nahm. Zudem sollen sie ein Stück Wald durchforsten und verschiedene Dienste für die Stadt erledigen. „Das ist alles freiwillig und demokratisch entschieden“, betont Karsten Fennel, „aber die Teilnehmer wollen gerne arbeiten.“

„Ich liebe Deutschland“, erklärt der 19-jährige Goceaia aus Frankreich. Er ist einer der wenigen Teilnehmer, die Deutsch sprechen. Generell läuft bei den Jugendlichen vieles über die englische Sprache. „Ich mag es, mit anderen Jugendlichen zu arbeiten und ich mag es, zu kochen“, fügt der 19-jährige hinzu. Ganz oben auf der Liste steht in diesem Workcamp nämlich die gesunde Ernährung. Am Ende des Deutschlandsaufenthalts wollen die Teilnehmer internationales Kochbuch erstellt haben, das auch in anderen Camps verwendet werden soll. Außerdem steht die Herstellung eines Lehmofens aus Erde, Sand und Kuhfladen auf dem Programm.

„Ich liebe Deutschland“

Mit Ausruhen ist also nicht viel, doch für Astghik (18) aus Armenien ist der Aufenthalt dennoch wie Urlaub. „Letztes Jahr war ich in einem Workcamp in der Türkei, das war richtig hart“, erzählt sie. Entschieden hatte sie sich in diesem Jahr für Hünfeld, da in einem Prospekt von einer Stadt „im Herzen Deutschlands“ mit hohem Kulturangebot die Rede war. „Ich möchte Kultur erfahren, dafür war in Türkei kaum Zeit. Außerdem mag ich Deutschland“, ergänzt die 18-jährige. Gesehen hat sie bereits Hannover und Hamburg, doch „beim Reisen kommt die Kultur zu kurz“.

„Weil Europa so anders ist, bin ich nach Deutschland gekommen. Ich liebes es, zu reisen“, berichtet Noriko (22) aus Japan. Der lifestyle, die Kultur, all das fände sie hier interessant.

„Die Teilnehmer wohnen in einem Gästehaus. Ich denke, das ist auch ein Grund dafür, warum sich einige Jugendliche für Hünfeld entschieden haben. Hier ist es komfortabel, in anderen Workcamps schlafen die Leute auf Stroh“, wirft Karsten Fennel ein. Anreisen muss jeder selbst. „Das gehört dazu, wir sind ja kein Ferienlager“, erklärt er. Verpflegung, Unterkunft und Freizeitprogramm bezahlt dagegen der Verein, der durch seine Mitgliedschaft in der Alliance of European Voluntary Service Organisations seine Mittel bezieht. „Im Gegenzug verpflichten sich die Teilnehmer, bis zu sechs Stunden pro Tag zu arbeiten“, fügt der Organisator hinzu, der gleichzeitig als Dolmetscher fungiert.

Gestern stand für die reiselustigen Frauen und Männer neben einer Führung durch das Rathaus und der Begrüßung durch den Bürgermeister eine Präsentation über Hünfeld auf dem Programm. Zum Mittagessen wurde es dann wieder international: Beim Italiener um die Ecke schworen sich die Beteiligten auf die gemeinsame Zeit ein.

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