15. März 2021

Open call for Spain

Duration: June 2021, 12 months (flexible) Where? Calpe and other […]

mehr erfahren

12. März 2021

Open call for Madeira

Bei einem historisch-kulturellen Projekt auf der Insel Madeira wird noch […]

mehr erfahren

16. Februar 2021

FSJ – Version Light

Freiwilligendienst in Zeiten von Covid 19 – Meine bisherigen Erfahrungen […]

mehr erfahren

06. Dezember 2016

EVS: step by step!

In sechs Schritten zum europäischen Freiwilligendienst!   Schritt 1: Finde […]

mehr erfahren

Hola und Grüße nach Deutschland!

Bernd Buschermöhle aus Arequipa (12. November 2012)

Seit einer Woche bin ich nun schon unterwegs und bis jetzt gibt es für mich persöhnlich nur Gutes zu berichten.

(Bild: Edgar 2011)

Der Flug von über 20 Stunden verlief ziemlich reibungslos und auch das zweimalige Umsteigen in Puerto Rico und in Panama war kein Problem.

Endlich in Lima gelandet verbrachte ich hier meine ersten 2 Tage in Südamerika. Auch wenn die Stadt in meinen Augen ein echtes Drecksloch ist, zugemüllt und so voller Smog, das ich während der Zeit kein direktes Sonnenlicht zur Gesicht bekam, hats mir dort dank netter, offener Menschen und einer völlig fremden Kultur bestens gefallen.

Nebenbei erfuhr ich aus erster Hand ein großes Problem, an dem auch im Projekt Alfonso Ugarte gearbeitet wird, nämlich die fehlende Chancengleichheit.

Lito (->Carlito->Carlos), den ich am zweiten Tag kennenlernen durfte, nahm mich mit in ein Slum am Sankt Cristobal (heiliger Berg in Lima) und zeigte mir seine aus europäischer Sicht kümmerliche Behausung ohne Einganstür, Heizung oder sonstigem Luxus. Als er sich für die Senoritas, wie er sagte, umzog und duschte, sah ich  eine beachtlich Anzahl an Schuss-und Schnittwunden, welche er mir später noch genauer erklärte…

Danach zeigte er mir seine Welt und erzählte mir bei dem einen oder anderen Bierchen seine Geschichte, welche seit frühster Kindheit meist aus Gangs, Waffen und Drogenhandel bestand.

Sein Vater starb, als er ein Jahr alt war und seine Mutter hatte kein Geld für die Schule. Sein für diese Verhältnisse beachtliches Englisch habe er sich selber beigebracht. Ständig sagte er „open mind, open mind„. Er erschien mir sehr wissbegierig und intelligent und wollte neue Leute und Kulturen kennenlernen. Doch mein Luxusleben, mal eben nach Peru zu reisen, ist im nicht vergönnt!  Er hat Lima noch nie verlassen, will sich aber nächstes Jahr vielleicht eine Fahrt nach Cuzco gönnen.  Seinen Lohn als Tätowierer spart er für seine Tochter aus einer bereits beendeten Beziehung, der er schulische Bildung ermöglichen will.

Vermutlich erwarten mich im Alfonso Ugarte viele ähnliche Geschichten.

In Arequipa wohne ich nun bei Edgar in einem wie ich finde verhältnismäßig luxoriösen Haus im Stadtteil Umocollo nahe dem Stadtzentrum.

Edgar zeigt mir nun im Laufe der nächsten Zeit seine Stadt samt Umgebung und lässt mich an seinem Leben teilhaben.

Er ist ebenfalls am Projekt in der Haftanstalt interessiert und wird mich bei meinem ersten Besuch begleiten.

Das wärs dann erstmal, bis bald

Bernd

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.